Bastian Obermayer (geb. 1977) absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München, zuvor studierte er ebendort Politik, amerikanische Kulturgeschichte und Geschichte. Er arbeitet als Redakteur beim Magazin der Süddeutschen Zeitung und erhielt für seine Reportagen diverse Auszeichnungen.
Er ist trotz allem Fan des TSV 1860 München.

IN ANDEREN UMSTÄNDEN
Das Kind muss weg. Es muss verschwinden. Als wäre es nie herangewachsen in Michaela Vaitls Bauch. Sie ist hochschwanger und keiner weiß es, weil es keiner wissen darf. Genau genommen wusste sie es selbst nicht bis gerade eben. Sie hat verdrängt, dass sie ein Kind bekommen wird. Aber jetzt ist da Blut und Schleim in ihrem Urin und sie ahnt, es wird nicht mehr lange dauern.
Süddeutsche Zeitung WIR 1/2008

EINER VON UNS
Lieber SZ-Leser, laut Marktforschung sind Sie
48 Jahre alt, höhergebildet, haben rund 3000 Euro
netto monatlich zur Verfügung und stehen
mitten im Leben.
Schön für Sie.
Jetzt zeigen wir Ihnen jemanden, bei dem es früher genauso war: Dies ist die Geschichte eines hoch qualifizierten Managers, der seit fünf Jahren arbeitslos ist und als Hartz-IV-Empfänger von 347 Euro im Monat leben muss.
SZ-Magazin 47/2007
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Journalistenpreis Börse/Wirtschaft/Finanzen 2008, Kategorie Bildung & Arbeit, 1. Platz
Ausgezeichnet mit dem Dr. Georg Schreiber-Medienpreis 2007, 1. Platz
Ausgezeichnet mit dem Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik 2008

Wenn dieser Mann auf die Pirsch geht, pfeift er auf Recht und Gesetz. Am Stammtisch ist er ein Held, für die Jäger der Feind, vor Gericht ein Verbrecher. Unterwegs mit einem bayerischen Wilderer.
SZ-Magazin 44/2007
Als sie starb, hatte Annette Jacobi niemanden mehr. Zurück ließ sie nur eine verwaiste Wohnung. Darin fanden wir ein ganzes Leben.
SZ-Magazin 5/2007
Ausgezeichnet mit einer "Herausragenden Leistung" beim Axel-Springer-Preis 2008
In der Vorauswahl zum Henri Nannen-Preis 2008, Kategorie Beste Reportage (vormals Egon Erwin Kisch-Preis)
Seit 5 Jahren verstoßen die USA in Guantanamo gegen die Menschenrechte. Berichte von Augenzeugen.
SZ-Magazin 1/2007

Trotz mörderischem Aufstieg und ungesicherter Abfahrt kehren immer mehr Wintersportler planierten Pisten mit Schlepplift den Rücken. Oder gerade deshalb?
NEON 1/2007

Die Diagnose »Ihr Kind wird mit Behinderung zur Welt kommen« ist für Eltern ein Schock. Immer mehr Väter und Mütter entscheiden sich danach gegen das Baby.
SZ-Magazin 44/2006
Ausgezeichnet mit dem Katholischen Medienpreis 2007

Viele Menschen halten Homosexualität immer noch für abnormal. Manche glauben sogar, sie sei eine Krankheit. Dabei ist sich die Wissenschaft inzwischen einig: Wie wir lieben, entscheiden Gene und Hormone.
SZ-Magazin 37/2006
Magazin des Tagesanzeigers
Deutschlandsieger des EU-Journalismus- Wettbewerbs "Für Vielfalt - Gegen Diskriminierung"

Ein ausländisches Kraut überwuchert deutsche Wiesen.
Umweltschützer reagieren fremdenfeindlich.
SZ-Magazin 26/2006

Hier erzählen vier Menschen aus ihrem Leben.
Sie haben sonst niemanden, den das interessiert.
SZ-Magazin 50/2005

Zwanzig Sachen, von denen wir uns für immer verabschieden müssen. Bitte nicht weinen.
SZ-Magazin 1/2004

Wir möchten Ihnen hier acht Leute vorstellen, die sich aus gutem Grund allein auf der Welt fühlen. Warum wir das tun? Weil wir hoffen, dass es ein paar Leser gibt, die ihnen zu Weihnachten einen Brief schreiben.
SZ-Magazin 50/2003
Ausgezeichnet mit dem Andere-Zeiten-Journalistenpreis 2004


